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Angehende Fachkräfte für Lagerlogistik unzufrieden

07.09.2018 10:00 Uhr
Drei von fünf befragten Fachkräften für Lagerlogistik in Ausbildung arbeiten laut dem 13. Ausbildungsreport der DGB-Jugend in Schichtarbeit

Laut dem 13. Ausbildungsreport der DGB-Jugend ist vor allem Schichtarbeit ein Unzufriedenheitsfaktor. Unternehmen sollten umdenken, zudem seien Maßnahmen vom Staat nötig, fordert der DGB.

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Berlin. Angehende Fachkräfte für Lagerlogistik sehen die fachliche Qualität ihrer Ausbildung seit längerem sehr kritisch. Das geht aus dem 13. Ausbildungsreport hervor, den die DGB-Jugend des Deutschen Gewerkschaftsbunds Anfang September vorgelegt hat. An der repräsentativen Befragung haben sich 14.959 Auszubildende aus den laut Bundesinstitut für Berufsbildung 25 häufigsten Ausbildungsberufen beteiligt.

Schichtarbeit ist Zufriedenheitskiller

Vor allem unregelmäßige und damit schlecht planbare Arbeits- und Ausbildungszeiten sind demnach ein entscheidender Unzufriedenheitsfaktor für die betroffenen Auszubildenden, schlussfolgern die Studienautoren. Drei von fünf befragten Fachkräften für Lagerlogistik in Ausbildung arbeiten laut der Untersuchung in Schichtarbeit (58,4 Prozent), jeder Zehnte zumindest gelegentlich. Damit zählt der Job, der laut der Studie männlich dominiert ist, zu acht der 25 untersuchten Berufe, in denen mindestens ein Viertel aller Auszubildenden im Schichtsystem arbeitet.

Allgemeine Bewertung im Mittelmaß

Bei der Bewertung von Ausbildungszeiten und Überstunden rangiert der Ausbildungsberuf immerhin im mittleren Bereich. Schlechter bewertet wurden etwa die Ausbildungen für Friseure, Kaufleute im Einzelhandel, zahnmedizinische Fachangestellte, Hotelfachleute und Köche. Auch bei der persönlichen Beurteilung und bei der Bewertung der Gesamtqualität der Ausbildung liegt die Fachkraft für Lagerlogistik noch im Mittelmaß.

DGB fordert Maßnahmen vom Staat

Über alle Ausbildungsberufe hinweg muss mehr als die Hälfte der Auszubildenden inzwischen auch nach der Arbeit für den Betrieb erreichbar sein, geht weiter aus der Studie hervor. Mehr als ein Drittel der Befragten leistet regelmäßig Überstunden, jeder Vierte macht Schichtarbeit. „Deshalb muss die Bundesregierung endlich das Berufsbildungsgesetz reformieren, die Mindestausbildungsvergütung einführen und die Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Ausbilder in den Betrieben verbessern“, fordert die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack. „Die alte Leier der Arbeitgeber über fehlenden Nachwuchs kommt vor allem aus solchen Branchen, die für miserable Ausbildungsbedingungen und schlechte Vergütung bekannt sind“, betont sie. 

48.000 Ausbildungsplätze 2017 unbesetzt

Zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt sagt Hannack: „Die Lage bleibt angespannt. Mehr als 290.000 junge Menschen stecken in den zahlreichen Maßnahmen im Übergang von der Schule in den Beruf fest. Dem gegenüber konnten im letzten Jahr 48.000 Ausbildungsplätze nicht besetzt werden. Hier sind die Unternehmen aufgefordert ihre Praxis der Bestenauslese zu beenden und auch Jugendlichen ohne mittleren Schulabschluss oder Abitur eine Chance zu geben. Es stehen genügend ausbildungsbegleitende Hilfen wie die Assistierte Ausbildung zur Verfügung, um die Betriebe zu unterstützen.“

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