Leipzig. Der neue Chef der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, will einen Börsengang seines Unternehmens vorerst nicht vorantreiben. „Momentan gibt es keine guten Bedingungen für einen Börsengang", betonte der Bahnchef heute auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig. Mit diesem Thema werde er sich beschäftigen „wenn die Zeit gekommen ist". Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) bestätigte diese Sicht: „In vier bis fünf Jahren kann ein Teilbörsengang wieder Thema werden.“ Grube äußerte die Sorge, dass die derzeitige Wirtschaftskrise länger andauern könne. „Die Krise wird nicht bereits Ende 2010 zu Ende sein“, sagte ehemalige Daimler-Manager. Seine Ex-Kollegen aus der Automobilindustrie warnte er davor, die Folgen der Krise herunterzuspielen. „Die Automobilindustrie steckt in einer strukturellen Krise“, betonte Grube. Produktionskapazitäten von rund 90 Millionen Fahrzeugen im Jahr stünde eine Nachfrage von maximal 45 Millionen Stück gegenüber. (sb)
Deutsche Bahn: Grube will Börsengang nicht vorantreiben

Ziel Börsengang wird zur Nebensache / Grube warnt vor Folgen einer anhaltenden Krise