Warschau. Seit Anfang Oktober müssen Fahrer auf Polens Straßen nur noch ihren Führerschein dabei haben. Fahrzeugpapiere und ein Beleg für eine gültige Kfz-Versicherung, die bisher verpflichtend waren, werden nicht mehr notwendig sein. Der Grund für diese Erleichterung: Polizisten können die Fahrzeugdaten jetzt jederzeit im elektronischen Register CEPiK abrufen, dass alle in Polen gemeldeten Autos und Fahrer erfasst. Allerdings ist es zumindest für eine Übergangszeit noch empfehlenswert, die Dokumente doch lieber bei sich zu tragen.
In den ersten Tagen seit der Einführung der neuen Regelung gab es Berichte von Fahrern, die von den Beamten dennoch nach den Papieren gefragt wurden, weil das CEPiK-System angeblich noch nicht immer zuverlässig laufe. Versicherungsunternehmen beschwerten sich über Fälle, in denen abgeschlossene Policen erst Tage später im System registriert wurden – was dazu führte, dass einige Autos bei Kontrollen als nicht ordnungsgemäß versichert angezeigt waren.
Als nächste Neuerung bei Polizeikontrollen sollen mehr und mehr Beamte mit Terminals für Kartenzahlung von Strafmandaten ausgestattet werden. Während polnische Staatsbürger die Mandate nach Hause geschickt bekommen, müssen Ausländer, die auf polnischen Straßen erwischt werden, sofort und in bisher ausschließlich in bar zahlen. (mk)