Frankfurt. Die Immobilienberater von Colliers International Deutschland haben ermittelt, dass im ersten Quartal 2020 der Investmentmarkt für Industrie- und Logistikimmobilien ein Transaktionsvolumen von über 1,9 Milliarden Euro hatte - fast eine Verdopplung des Ergebnisses aus dem Vorjahr. Peter Kunz Frics, Head of Industrial & Logistics EMEA bei Colliers International, meint dazu: „Trotz derzeit weniger Produkte auf dem Markt wurde ein starkes Investmentvolumen erzielt, was zudem dafür sorgte, dass auf dem gesamtgewerblichen Immobilienmarkt in Deutschland Industrie- und Logistikimmobilien einen Marktanteil von etwa elf Prozent erreichten und sich somit seit nunmehr drei Jahren in Folge fest verankert auf Platz 3 der wichtigsten Assetklassen in Deutschland befinden.“
Zu einer der bedeutendsten Einzeltransaktionen zählte die Veräußerung des Amazon-Logistikzentrums in Schönefeld bei Berlin. Generell verzeichnet der Berliner Logistikimmobilienmarkt mit einem Transaktionsvolumen von 338 Millionen Euro im ersten Quartal und einem Plus von 215 Prozent im Vergleich zum Vorjahr einen absoluten Rekordumsatz. Im deutschlandweiten Vergleich ist jedoch die Region Rhein-Main mit einem Transaktionsvolumen von rund 375 Millionen Euro erneut Spitzenreiter. Mit großem Abstand folgen München und Düsseldorf mit Volumina im mittleren zweistelligen Millionenbereich.
„Bedingt durch die Corona-Krise, sind viele Investoren zurückhaltender in ihren Ankaufsvorhaben geworden. Ein Großteil der Investoren befindet sich in einer abwartenden Haltung“, so die Experten von Colliers. Dennoch liegen im Vergleich zu anderen Assetklassen vor allem Lager- und Logistikimmobilien trotz der derzeitigen Turbulenzen am gesamtgewerblichen Markt besonders im Fokus der Anleger, was sich aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Lagerkapazitäten und der wichtigen Rolle der Logistikbranche in der derzeitigen Ausnahmesituation ergeben. (gg)