München. Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist im Juli auf 5,6 Millionen Menschen gesunken. Im Juni waren es noch 6,7 Millionen, im Mai 7,3 Millionen. Das haben exklusive Berechnungen und Schätzungen des Ifo-Instituts auf Basis seiner Konjunkturumfrage ergeben. Der Anteil an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten schrumpfte demnach von 20 auf 17 Prozent. „Der Rückgang hat sich zwar insgesamt beschleunigt, aber in einigen Branchen nimmt die Kurzarbeit sogar noch zu“, sagt Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link.
Zum Beispiel im Maschinenbau – von 354.000 auf 378.000. Der Anteil der Kurzarbeiter an den Gesamtbeschäftigten dieser Branche wuchs also von 33 auf 35 Prozent. Dagegen ging die Zahl der Kurzarbeiter im Bereich Verkehr und Lagerei, wozu auch Unternehmen des gewerblichen Personenverkehrs gehören, von 308.000 auf 256.000 Menschen zurück. Der Anteil nahm also von 17 auf 14 Prozent ab. Nach der Ifo-Schätzung sank die Zahl der Kurzarbeiter in der Industrie nur leicht von 2,3 auf 2,1 Millionen Menschen, also von 33 auf 30 Prozent der Beschäftigten. Im Handel ging die Zahl der Kurzarbeiter deutlich stärker zurück: von 963.000 auf 637.000 Menschen. (ag)