In Prien fand am 7. und 8. Mai das 13. Symposium Logistik Innovativ des Logistik-Kompetenz-Zentrums (LKZ) Prien statt. 210 Teilnehmer diskutierten mit Logistik-, Verkehrs- und Mobilitätsexperten wie man Innovationen nachhaltig digital voranbringen könne. Dr. Petra Seebauer, Geschäftsführerin des Logistik-Kompetenz-Zentrums (LKZ) Prien, eröffnete die Veranstaltung mit den aktuellen gesellschaftlichen Multikrisen, die auch die Logistik in hohem Maße betreffen, und sprach den Klimawandel, Resilienz der Versorgungsketten und die Notwendigkeit der Digitalisierung an. Es wurde über Themen wie Arbeitswelt, Aufwertung der ökonomischen Bedeutung der Logistik, nachhaltige Supply Chains und Treibhausgasemissionen diskutiert. Lösungsfindung und der Aufruf zum Handeln standen an dem ersten Veranstaltungstag im Fokus. Dieser endete mit dem Empfang des bayerischen Staatsministers für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter und dem gemeinsamen Austausch mit Landesrat René Zumtobel, Landesrat Daniel Alfreider, den beiden Verbandsvertreterinnen Sabine Lehmann vom LBS und Christine Völzow von der vbw unter Moderation von LKZ-Geschäftsführerin Dr. Petra Seebauer.
Der zweite Tag fokussierte die Umsetzung der Energiewende und der Dekarbonisierung in der Logistik. Unter anderem gab es ein Panel zu Strategien zur Dekarbonisierung auf der Straße, in dem Experten wie Dr. Julian Allendorf (Schmitz Cargobull AG), Gregor Frieb (Volvo Group Trucks Europe GmbH), Dominik Herzog (H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG), Marc Künster (E.ON Drive GmbH), Bruno Lukas (Green Logistics Enabler), Peter Ochsenkiel (Paul Nutzfahrzeuge GmbH) und Paul Stempfle (Kögel Trailer GmbH) über den Entwicklungsstand von alternativen Antrieben auf der Straße und Schiene und CO₂-Reduzierungen sprachen. Der Moderator des Panels, VR-Chefredakteur Gerhard Grünig, sagte abschließend: „Wir müssen aus dem Reden ins ‚Doing‘ kommen.“ Der Aufruf verschiedener Stimmen zum „Tun“ habe sich an die anwesenden Unternehmer, die Politik für die Schaffung notwendiger Rahmenbedingungen und an die Verbraucher gerichtet, die sich der Logistik und den Anforderungen wie der notwendigen Klimaneutralität bewusster werden sollen. Der gemeinsame Austausch habe gezeigt, dass es zwar noch viele Fragen zu Themen wie Antriebsstoffe oder KI gibt, aber bereits viele Ansätze zu einer stärkeren Zusammenarbeit bestehen.
Das Symposium findet seit über 25 Jahren alle zwei Jahre statt und ist eine Institution im Bereich der Logistik. Es soll als neutrale Plattform dienen, die den Austausch zwischen Fachexperten ermöglicht und die beteiligten Akteure aus Wirtschaft, Kommunen, Wissenschaft, Verbände und der Politik zusammenbringt.