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Trumps Zollpaket: Autoindustrie und Maschinenbauer fürchten massive Folgen

03.04.2025 10:05 Uhr | Lesezeit: 4 min
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VDA-Präsidentin Hildegard Müller befürchtet eine massive Belastung der globalen Lieferketten der Automobilindustrie
© Foto: VDA

Donald Trumps neue Zölle treffen vor allem die Auto- und Maschinenbaubranche. Die deutschen Verbände zeigen sich entsprechend besorgt.

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Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet mit immensen Auswirkungen der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle. Die Maßnahmen „markieren einen fundamentalen handelspolitischen Einschnitt“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Sie seien zudem "eine massive Belastung und Herausforderung sowohl für die Unternehmen als auch die globalen Lieferketten der Automobilindustrie.“

Die Folgen der 25 Prozent-Zölle, die ab heute auf Pkw gelten, seien noch schwer einzuschätzen, so Müller weiter. „Klar ist allerdings schon jetzt, dass diese Entwicklung weltweit negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben wird. Das wird auch Arbeitsplätze betreffen.“

Die EU sei jetzt gefordert, geschlossen „und mit entsprechender Stärke“ aufzutreten, müsse aber zugleich weiter Verhandlungsbreitschaft zeigen, forderte Müller. „Die EU muss jetzt Verfechter für den freien und fairen globalen Handel sein. Deutschlands und Europas Wirtschaft benötigt starke Allianzen und belastbare Netzwerke.“

Die USA sind ihr wichtigster Exportmarkt für die deutsche Autoindustrie. Laut VDA wurden 2024 fast 450.000 Fahrzeuge aus deutsche Produktion in die USA exportiert. Damit ist das Land der wichtigste Auslandsmarkt. Fast jeder vierte Porsche wurde in den USA verkauft, bei BMW und Mercedes lagen der Anteil jeweils bei gut 16 Prozent, bei Audi und der Marke VW bei acht bis zwölf Prozent.

USA wichtiger Exportmarkt für deutsche Maschinenbauer

Auch die deutschen Maschinenbauer warnen vor großen wirtschaftlichen Schäden wegen der globalen Zolloffensive der USA. „Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten pauschalen Strafzölle von 20 Prozent auf alle Produkte aus der EU richten auf beiden Seiten des Atlantiks Schaden an“, sagte Bertram Kawlath, Präsident des Branchenverbands VDMA. „Durch Strafzölle werden bilaterale Handelsprobleme nicht gelöst, sondern sie führen zu einer Spirale der Abschottung.“ Zölle zwischen der EU und den USA sollten nicht aufgebaut, sondern abgeschafft werden, mahnte er. „Denn sie schaden Produzenten und Konsumenten in beiden Regionen.“

Rund 60 Prozent der VDMA-Mitglieder hätten in einer Umfrage bestätigt, dass sie sehr stark oder stark von den US-Strafzöllen betroffen sind, sagte Kawlath. Die genauen Folgen für die Branchen seien aber derzeit nicht abschätzbar.

Für die deutschen Maschinenbauer sind die USA ein unentbehrlicher Markt. 2024 exportierte die Branche Maschinen und Anlagen im Wert von 27,4 Milliarden Euro in die USA. Sie waren damit größtes Bestimmungsland deutscher Maschinenexporte mit einem Anteil von 13,7 Prozent, gefolgt von China, so der VDMA. Fasse man aber die EU-Länder zusammen, seien sie mit einem Anteil von 43 Prozent deutlich wichtiger als die USA.

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