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Erste Güterzüge auf ICE-Strecke durch Thüringen

03.04.2025 11:13 Uhr | Lesezeit: 3 min
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TX Logistik hat als erstes Eisenbahnverkehrsunternehmen die ICE-Trasse Berlin-München mit einem kommerziellen Güterzug befahren (Symbolbild)
© Foto: TX Logistik

Die ICE-Strecke Berlin-München quasi unter dem Thüringer Wald hindurch gehört zu den größten Verkehrsprojekten seit der Wiedervereinigung. Jetzt fahren auf der Trasse auch Güterzüge.

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Auf der ICE-Trasse Berlin-München durch den Thüringer Wald rollen viele Jahre nach ihrer Inbetriebnahme erste Güterzüge. Das bestätigte eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. In diesem Jahr sei die Trasse, die Ende 2017 in Betrieb gegangen ist, erstmals mit einem kommerziellen Güterzug des Eisenbahnverkehrsunternehmen TX Logistik befahren worden. Zuerst hatte MDR Thüringen darüber berichtet. Die Nutzung der mit Milliardenaufwand gebauten Trasse für den Güterverkehr wird seit Jahren diskutiert.

Zu weiteren Interessenten oder der Zahl der angemeldeten Fahrten könnte die Bahn aus rechtlichen Gründen keine Angaben machen, so die Sprecherin. Die Strecke, die zwischen Erfurt und dem fränkischen Ebensfeld quasi unter dem Kamm des Thüringer Waldes durch insgesamt 22 Tunnel führt, wurde nach Bahn-Angaben auch für die Nutzung durch Güterzüge konzipiert.

ETCS ist Pflicht

„Wenn die Eisenbahnverkehrsunternehmen in Zusammenarbeit mit ihren Kunden die Fahrten über diese Strecke für die Beförderung ihre Fracht wünschen, wird die DB InfraGO dies ermöglichen“, führte die Sprecherin aus. 

Am Tag hätten Sprinter und ICE und damit der schnelle Personenverkehr Vorrang auf der Strecke, der Schienengüterverkehr könnte nachts rollen. Allerdings müssen die Güterzugloks bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen. Die ICE-Trasse sei die erste Strecke in Deutschland, die durchgängig mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgerüstet sei. Immer mehr Güterverkehrsunternehmen würden ihre Loks auch damit bestücken.

2017 war die letzte, 107 Kilometer lange Lücke zwischen Thüringen und Bayern auf der schnellen Nord-Süd-Magistrale geschlossen worden. Es handelte sich um ein Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE 8) mit Neu- und Ausbauabschnitten auf den insgesamt 623 Kilometern zwischen München, Erfurt und Berlin.

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