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Türkei will Hot-Spot des Luftverkehrs werden

13.06.2013 11:03 Uhr
Türkei will Hot-Spot des Luftverkehrs werden
Turkish Airlines will von den geplanten, neuen Flughafenbauten profitieren
© Foto: VR/Heiner Siegmund

Die Türkei baut ihre Bodeninfrastruktur für die Luftfahrt massiv aus, um zu einem west-östlichen Drehkreuz des Flugverkehrs zu werden.

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Frankfurt. Die Türkei baut ihre Bodeninfrastruktur für die Luftfahrt massiv aus, um zu einem west-östlichen Drehkreuz des Flugverkehrs zu werden. Das zeigte sich beim Vortrag von Halit Anlatan. Der Vertriebschef von Turkish Airlines Cargo referierte am Dienstagabend bei einer Tagung des Air Cargo Club Deutschland (ACD) in Frankfurt. Wichtigste Maßnahme ist der Bau eines neuen Airports nordwestlich von Istanbul mit sechs Start und Landebahnen in der Endausbaustufe. Der erste Teilabschnitt für bis zu 90 Millionen Passagiere und Kapazitäten von mehr als eine Millionen Tonnen Fracht pro Jahr soll bereits 2017 in Betrieb gehen. Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für 2020 vorgesehen. Dann können dort drei Flugzeuge zur gleichen Zeit starten. Die zentral innerhalb der Gesamtanlage gelegenen zwei Fluggastgebäude sind für eine Kapazität von bis zu 150 Millionen Passagiere jährlich ausgelegt. Für den Bau von Frachtterminals und den schnellen Umschlag von Sendungen stehen zudem große Flächen zur Verfügung, sagte Anlatan.

Angeschlossen an die Innenstadt von Istanbul wird der künftige Airport, der noch namenlos ist, mit einem Expresszug. Um den Straßenverkehr großzügig um die 16 Millionen-Einwohner-Metropole umzuleiten, plant die Türkei den Bau einer weiteren Brücke über dem Bosporus, der dann dritten insgesamt. „Damit können vor allem Fracht-LKW die Stadt großräumig umfahren“, so Anlatan weiter.

Von der neuen Anlage wird vor allem Turkish Airlines deutlich profitieren. Die Gesellschaft, die derzeit 215 Flugzeuge betreibt, wächst dank weiterer Flugzeugbestellungen sehr schnell. Zur aktuellen Flotte gehören auch neun Vollfrachter.

Bis zur Inbetriebnahme des geplanten Schwarzmeer-Airports hat Turkish Cargo ein Projekt zur Errichtung der Frachtanlagen am Istanbuler Atatürk International gestartet. Unter der Bezeichnung „Marmara Plan“ soll dort zusätzlich zu den bestehenden Anlagen eine 45.000 Quadratmeter große Halle für die Abfertigung von Frachtsendungen entstehen. Zudem kündigte Vertriebschef Anlatan die Implementierung eines neuen IT-Systems für die Datenübermittlung von Frachtsendungen bis 2015 an. Turkish Airlines hat im abgelaufenen Jahr 462.000 Tonnen Luftfracht befördert. "Für 2013 erwarten wir eine Steigerungsrate von 20 Prozent", sagte der Manager auf Nachfrage der VerkehrsRundschau. (hs)

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