Frankfurt/Main. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will trotz jüngster Schlappen sein Auslandsgeschäft weiter ausbauen. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte nannte am Mittwoch die Türkei und Südamerika als derzeit besonders vielversprechende Märkte, in denen das Unternehmen seine Chancen suchen werde. In der Regel werde man sich wie bislang mit einem Partner an Ausschreibungen beteiligen. Der vom Land Hessen und der Stadt Frankfurt kontrollierte M-Dax-Konzern hält in der Türkei, Bulgarien und Peru Mehrheitsbeteiligungen und managt weitere Flughäfen im Ausland.
Sollten die noch nicht vorliegenden Ausschreibungen in Brasilien keine Überraschungen bieten, werde Fraport zum Jahresende für neu ausgeschriebene Lizenzen für Rio de Janeiro und Belo Horizonte bieten, kündigte Schulte an. Bei der Ausschreibung des neuen internationalen Flughafens Istanbul war Fraport kürzlich trotz eines Gebotes von rund 30 Milliarden Euro über die gesamte Konzessionszeit nicht zum Zuge gekommen. „Man kann nicht immer gewinnen. Am Schluss geht es aber darum, Geld zu verdienen“, sagte Schulte. Man werde daher die bisherige Geschäftspolitik beibehalten. Derzeit stünden rund 1,3 Milliarden Euro für neue Auslandsprojekte zur Verfügung. (dpa/bw)