Hannover/Wolfsburg. Die Kurzarbeit im Wolfsburger VW-Stammwerk in der vergangenen Woche ist ebenso rechtens gewesen wie die in den anderen VW-Fabriken. Zu diesem Ergebnis kam die Bundesagentur für Arbeit (BA) nach gründlicher Prüfung. Die Zahlungen für die rund 20.000 betroffenen Mitarbeiter des Wolfsburger Werkes werden bereits abgerechnet, teilte die BA heute in Hannover mit. Nach Medienberichten über einen Boom bei Kleinwagen durch die Abwrackprämie hatte die Agentur für Arbeit den Kurzarbeit-Antrag von VW noch einmal unter die Lupe genommen. VW hatte die Kurzarbeit im Januar beantragt, bevor die Auto-Nachfrage durch die Abwrack-Prämie massiv angekurbelt wurde. Falls die Kurzarbeit aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit nicht rechtmäßig gewesen wäre, hätte die BA kein Kurzarbeitergeld bezahlt. „Das Unternehmen hat die nötigen Voraussetzungen für Kurzarbeit erfüllt. Die von uns angeforderten Informationen waren plausibel“, sagte der Geschäftsführer der BA-Regionaldirektion, Klaus Stietenroth. VW habe glaubhaft dargelegt, dass der für die 9. Kalenderwoche im Werk Wolfsburg geplante Arbeitsausfall unvermeidbar war. Aufgrund der komplexen Lieferverflechtungen mit den Zulieferern benötige VW mindestens vier Wochen Vorlaufzeit zwischen Auftragseingang und Produktionsbeginn. Zunächst seien die im Ausland produzierten Modelle Polo und Fox stärker geordert worden, erst anschließend auch der Golf. Da sei die Kurzarbeit jedoch bereits beantragt und die Absprachen mit den Zulieferern für die Kurzarbeit-Woche vom 23. bis 27. Februar abgeschlossen gewesen. Die ursprünglich für März geplante Kurzarbeit sei inzwischen abgesagt. Zum ersten Mal seit 25 Jahren hatte es bei Europas größtem Autobauer Kurzarbeit gegeben. Betroffen waren insgesamt rund 61.000 der etwa 92.000 Beschäftigten in Wolfsburg, Emden, Braunschweig, Hannover und Zwickau. (dpa)
Arbeitsagentur: Kurzarbeit bei VW in Wolfsburg rechtens

Trotz Nachfrageboom dank Abwrackprämie billigt Bundesagentur für Arbeit eine Woche Kurzarbeit im Februar