Da gleichzeitig die leitenden Mitarbeiter der KCA ihre Aktienanteile an die KCIN verkaufen, ist diese zukünftig hundertprozentige Eigentümerin der KCA, teilt das Unternehmen mit. Der Kaufpreis beträgt 685 Millionen US-Dollar. Damit vollzieht KPMG nach der bestehenden organisatorischen und gesellschaftsrechtlichen Trennung jetzt auch die eigentumsrechtliche Trennung von ihrer Consulting-Sparte. Nach den spektakulären Pleiten des Energiehändlers Enron und des Telematikanbieters Comroad waren die großen Unternehmensberatungen ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Da sie meist Beratung und Prüfung anboten, so die Vorwürfe, seien Interessenskonflikte nicht auszuschließen. Für die Kunden der KPMG Consulting AG bleibt die KCA weiterhin Vertragspartner; alle laufenden Projekte werden fortgeführt. Personelle Veränderungen im Management sind nicht vorgesehen. Die KPMG Consulting, Inc. ist seit Februar 2001 an der NASDAQ gelistet und seitdem eine selbstständige Gesellschaft. KCIN hat im Geschäftsjahr 2001 einen Umsatz von knapp drei Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. KPMG hatte Ende 2000 die KPMG Consulting GmbH in die Rechtsform der Aktiengesellschaft überführt und gleichzeitig das Beratungsgeschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der neuen KPMG Consulting AG gebündelt. Die KCA beschäftigt derzeit 3.200 Mitarbeiter. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2001 rund 553 Millionen Euro.
KPMG macht ernst
Die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG) trennt sich vollständig von ihrer Beteiligung an der KPMG Consulting AG (KCA) und verkauft ihre Aktienanteile an die KPMG Consulting, Inc. (KCIN) mit Sitz in den USA.