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Tarifstreit: Verdi bestreikt Paketzentren im Norden

26.02.2025 07:48 Uhr | Lesezeit: 3 min
Detailaufnahme: Ein Beschäftigter mit einer Warnweste, auf der ein Verdi-Logo abgebildet ist, steht im Vordergrund (Symbolfoto)
Der Verdi-Warnstreik in den Paketzentren ist Teil einer bundesweiten Aktion (Symbolbild)
© Foto: picture alliance / R. Goldmann | Ralph Goldmann

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post hat Verdi zu nächtlichen Arbeitsniederlegungen in Paketzentren aufgerufen. Viele Sendungen werden sich verspäten.

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Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post setzt die Gewerkschaft Verdi auch im Norden auf Warnstreiks. Die Beschäftigten in den Paketzentren Hamburg, Neustrelitz und Neumünster seien in den Spät- und Nachtschichten zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, hatte die Gewerkschaft am Dienstagabend, 25. Februar, mitgeteilt. Der Warnstreik soll bis zum Mittwochmorgen andauern und ist Teil einer bundesweiten Aktion. 

In Summe würden durch die Arbeitsniederlegung im Norden voraussichtlich eine dreiviertel Million Paketsendungen unbearbeitet in diesen Paketzentren bleiben. In anderen Bundesländern sind die Beschäftigten auch zu Warnstreiks in Briefzentren aufgerufen.

Die Gewerkschaft möchte den Druck auf die Arbeitgeber verstärken, damit diese einer deutlich höheren Bezahlung zustimmen. „Das von den Arbeitgebern in der dritten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot ist völlig unzureichend und würde bei Annahme spürbare Reallohn-Einbußen für die Beschäftigten bedeuten“, sagte Lars-Uwe Rieck, Landesbezirksfachbereichsleiter Postdienste, Speditionen und Logistik in Nord/Hamburg. Die Gewerkschaft erwarte in der vierten Verhandlungsrunde ein verbessertes Angebot.

Eckpunkte des Tarifstreits

Verdi fordert sieben Prozent höhere Entgelte in einem nur zwölf Monate laufenden Tarifvertrag, der für rund 170.000 Briefträger, Paketboten und andere Logistik-Mitarbeiter gelten würde. Die Post, die zu DHL gehört, bietet in einem 27 Monate laufenden Vertrag eine Anhebung um zunächst 1,8 Prozent und später um weitere 2,0 Prozent.

Außerdem pocht Verdi auf drei Extra-Urlaubstage, um der gestiegenen Arbeitsbelastung Rechnung zu tragen. Wer Verdi-Mitglied ist, soll sogar vier bekommen. Die Post wiederum bietet nur einen Extra-Urlaubstag für die Beschäftigte an, die weniger als 30 Urlaubstage im Jahr haben – also circa zwei Drittel der Belegschaft.

Die Situation in den Tarifverhandlungen wirkt festgefahren, die drei bisherigen Runden brachten kein Ergebnis. Für Montag ist die vierte Runde geplant. Ein Post-Sprecher äußerte sein Unverständnis. „Der Aufruf zu weiteren Warnstreiks ist unnötig und geht zulasten unserer Kunden.“

Schon in den vergangenen Wochen hatte Verdi immer wieder zu Warnstreiks in den unterschiedlichen Bereichen aufgerufen, ob im Paket- oder Briefbereich. Das führte mancherorts zu deutlichen Verspätungen bei der Zustellung von Sendungen.

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