Die ECG, der Verband der europäischen Fahrzeuglogistik, implementiert einen Eskalationsprozess für Speditionsunternehmen aufgrund zunehmender Sicherheitsbedenken.
Frank Schnelle, ECG-Geschäftsführer, erläutert: "Wir werden unsere Mitglieder bei der Lösung von Problemen mit unsicheren Entladebereichen unterstützen. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte eine Einstellung der Belieferung in Betracht gezogen werden."
Der jährliche ECG-Bericht zeigt einen Anstieg von Unfällen beim Be- und Entladen bei Autohändlern, die nun 10% aller gemeldeten Vorfälle ausmachen. Die ECG hat eine Fachgruppe eingerichtet und "Safe Loading Guidelines" veröffentlicht, um die Sicherheit zu verbessern.
Hauptursache für die zunehmenden Vorfälle ist das Fehlen sicherer Lade- und Entladezonen. Oft müssen Fahrer auf stark befahrenen Straßen entladen, was erhebliche Risiken birgt.
Neuer Eskalationsprozess
Die ECG führt einen dreistufigen Eskalationsprozess ein:
- Lösungsfindung mit dem lokalen Händler
- Einbeziehung des OEMs bei Bedarf
- ECG-Unterstützung als letzte Option
Johannes Alexander Hödlmayr, Leiter der Arbeitsgruppe, betont die Wichtigkeit dieses Prozesses für die Fahrersicherheit. Frank Schnelle erklärt: "Die ECG wird mit OEMs kommunizieren. Ohne Lösung könnte eine Liefereinstellung empfohlen werden." Hödlmayr unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Beteiligten für sichere Arbeitsbedingungen und das Wohlergehen der Fahrer.