Stuttgart. Der Nutzfahrzeuge-Hersteller Daimler Trucks will im laufenden Jahr an die Erfolge des Jahres 2011 anknüpfen. In den ersten Monaten des Jahres 2012 entwickeln sich die Märkte in Amerika (Nafta) und Asien sehr positiv. Das Marktumfeld in Europa und insbesondere in Lateinamerika ist dagegen schwierig, soll sich aber im zweiten Halbjahr erholen. Das gab der Leiter der NFZ-Sparte des Stuttgarter Automobilkonzerns, Andreas Renschler, heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Stuttgart bekannt.
Nachdem Umsatz und Absatz im Jahr 2011 weltweit um jeweils ein Fünftel zulegten und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sogar doppelt so stark wuchs, sollen im laufenden Geschäftsjahr erneut höhere Verkaufszahlen erreicht werden. Das Ebit soll mindestens so hoch ausfallen wie im Jahr 2011. Im vergangenen Jahr stiegen weltweit die Verkäufe um 20 Prozent auf 425.800 Fahrzeuge. Der Umsatz erhöhte sich ebenfalls um 20 Prozent auf 28,8 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg doppelt so stark um gut 40 Prozent auf ca. 1,9 Milliarden Euro.
In Deutschland verkaufte Daimler im Jahr 2011 genau 30.027 Fahrzeuge - ein Plus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. MIt 37,5 Prozent Marktanteil bleibt Daimler nach eigenen Angaben auf dem heimischen Markt Marktführer. In Europa (EU 29) stieg der Absatz im gleichen Zeitraum um 16,7 Prozent auf 64.788 Mercedes-Benz-LKW. Daimler erreicht hier nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 21,7 Prozent und festigt hier ebenfalls die Marktführerposition.
Im Jahr 2013 will Daimler weltweit etwa 500.000 LKW verkaufen, bis zum Ende des Jahrzehnts sollen es über 700.000 Einheiten pro Jahr sein. Wachstumstreiber sind laut Renschler hier vor allem die Märkte in China, Indien und Russland.
Die LKW-Nachfrage in Westeuropa steht laut Renschler im Zeichen der Staatsschuldenkrise und der daraus resultierenden angeschlagenen Konjunktur in vielen Mitgliedstaaten. „Deshalb rechnen wir hier bestenfalls mit einem Markt auf Vorjahresniveau – aber auch einen Marktrückgang können wir aus heutiger Sicht nicht ausschließen. Wir haben uns allerdings vorgenommen, mit Daimler Trucks Marktanteile zu gewinnen“, sagt Renschler. (ak)