In den Ausbau des polnischen Produktionsstandorts investierte MAN rund 200 Millionen Euro. Das Werk wurde um etwa ein Drittel seiner Fläche vergrößert und umfasst nun 41 Hektar – so viel wie knapp 60 Fußballfelder. Zuvor wurden hier nur Lkw der schweren Reihe gefertigt, in Zukunft soll der Standort auch die Umfänge der leichten und mittleren Reihen übernehmen.
Nach dem Umbau in Krakau können nach Angaben des Unternehmens nun täglich etwa 300 Fahrzeuge und Fahrerhäuser im Dreischichtbetrieb vom Band laufen, was in etwa einer Verdreifachung der bisherigen Kapazität entspricht. Zudem wurde ein neues Pellet-Heizwerk errichtet. Mit den rund 1500 neu entstandenen Arbeitsplätzen sind jetzt etwa dreimal so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort beschäftigt wie vor dem Umbau, insgesamt über 2600 Mitarbeiter.
Bei der Eröffnung im Beisein politischer Vertreter und weiterer geladener Gäste sagte Alexander Vlaskamp, Vorsitzender des Vorstands von MAN Truck & Bus: „Die Werkserweiterung ist ein wesentlicher Baustein der Transformation von MAN. Unseren Fertigungsverbund haben wir grundlegend neu aufgestellt. Das macht uns in diesen herausfordernden Zeiten deutlich wettbewerbsfähiger.“
Erweiterung der Lkw-Range
Mit der Übernahme der leichten und mittleren Reihe ist das MAN Werk in Krakau weiterhin in der Lage, die komplette Lkw-Range anzubieten. Bei der schweren Reihe fungiert Krakau darüber hinaus als Volumen-Ausgleichswerk für das Hauptwerk in München, wo Platz für die Mischproduktion konventioneller und batterie-elektrischer Trucks gebraucht wird. München befindet sich derzeit mitten im Umbau für die Elektrifizierung. Schon im nächsten Jahr soll dort die Serienproduktion des ersten MAN eTrucks starten.