Reiffenhausen. Die neue West-Ost-Autobahn A 38 ist bei Reiffenhausen südlich von Göttingen schon jetzt ein Sanierungsfall. Vor der Ostseite des Heidkopftunnels werfe die Fahrbahn auf einer Länge von mehreren Hundert Metern Wellen, sagte der Chef der Göttinger Autobahnmeisterei, Martin Rohloff, bestätigte einen Bericht der „Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen“. Die Wellen seien bis zu 25 Zentimeter hoch, deshalb sei die Höchstgeschwindigkeit auf 60 Stundenkilometer gesenkt worden. Ursache für die Bodenwellen seien nicht vorhergesehene geologische Phänomene im Untergrund. Der Heidkopftunnel verbindet Niedersachsen und Thüringen. Der Autobahnabschnitt war im Dezember 2008 freigegeben worden. Die A 38 zwischen Göttingen und Halle führt im Bereich des Tunnels durch ein für Gipskarstlandschaften typisches Erdfallgebiet. Um ein Absacken der Autobahn zu verhindern, war unter den Fahrbahnen eine 50 Zentimeter dicke Betonplatte eingezogen worden. Unter dem Beton habe sich nun offenbar sogenanntes Ettringit gebildet, sagte Rohloff. Dieser Stoff könne unter bestimmten Umständen entstehen, wenn Gips, Wasser und Zement aufeinandertreffen. Da die Bildung von Ettringit mit einer bis zu dreifachen Volumenvergrößerung einhergehe, seien die Fahrbahnen angehoben worden. Von der für den Bau der Autobahn zuständigen Projektmanagementgesellschaft des Bundes Deges war heute zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. (dpa/sb)
Neue Autobahn nach nur acht Monaten praktisch unbefahrbar

Der erst vergangenen Dezember eröffnete Teilabschnitt der neuen Autobahn A 38 ist wegen bis zu 25 Zentimeter hoher Bodenwellen ein Sanierungsfall