Paris. Der größte europäische Luftfahrtkonzern Air France-KLM will mehrere für dieses Jahr bestellte neue Flugzeuge erst in den kommenden Jahren abnehmen. Betroffen seien etwa ein halbes Dutzend Maschinen von Boeing und Airbus, sagte ein Konzernsprecher heute in Paris. Unter anderem gehe es um Frachtflugzeuge des Typs Boeing 777 und um Langstreckenflugzeuge des Typs Boeing 777-300. Welche Airbus-Maschinen betroffen seien, wolle man nicht sagen. Air France-KLM betonte, dass es keine Abbestellungen gegeben habe. „Die Abnahme der Maschinen wird lediglich um zwei bis drei Jahre verschoben“, sagte der Sprecher. Die französische Wirtschaftszeitung „Les Echos“ hatte zuvor berichtet, auch die Abnahme eines Airbus-A380-Großraumflugzeugs könnte betroffen sein. Erst am Freitag war bekanntgeworden, dass Europas führender Luftfahrtkonzern im Schlussquartal 2008 mit einer halben Milliarde Euro in die Verlustzone geflogen ist. Zudem senkte der Konzern seine Kapazitäten für den Sommerflugplan um zwei Prozent. (dpa)
Air France-KLM lässt bestellte Flugzeuge stehen

Wegen Passagier- und Frachtmangel: Abnahme der Flugzeuge wird um bis zu drei Jahren verschoben